(07.07.-15.07.2009)-Steigen
Das Ende meiner Reise nach Arnoy, war für die Gruppe um Christian erst der Anfang Ihrer Tour nach Steigen.Volker startete Richtung Oslo und die neue Gruppe landete. Schnell das Gepäck vom Band geholt ging es los nach Steigen. Alle waren natürlich gespannt auf die Anlage und die zu erwartenten Fische, denn die Wartezeit auf die Reise betrug nahe zu 2 Jahre. In der Anlage angekommen bezogen alle ihre Zimmer und dann ging es gleich an das montieren des Gerätes.
Gut ausgeschlafen starteten wir am nächsten Tag zu unserer ersten Ausfahrt. Wir beschlossen Richtung Norden zu fahren. Kaum angekommen im Vestfjord bekamen wir auch schon den Nordwind zu spüren der mit rund 7m/s durch den Fjord zog und da schon ganz hüpsche Wellen aufbaute. Dennoch konnten wir schöne Fische bis 12 kg nach oben befördern aber die richtigen Kracher waren noch nicht dabei.
Die nächsten Tage gab es viel Sonne mit Temperaturen um die 20°C - einfach traumhaft.So hatten wir alle Möglichkeiten im Vestfjord zu fischen. Fisch gab es reichlich und die Gewichte stiegen auch. Dorsche bis 16 kg waren keine Seltenheit. Am
4. Tag stand der Rotbarsch auf den Programm, aber am Platz angekommen fanden wir eine Stömung aus Norden mit bis zu 2,6 Km/h vor was nicht gerade optimal ist, wenn man in 200m Tiefe fischen möchte. Nach einen Versuch mussten wir dann abbrechen- keine Chance den Köder in der richtigen Tiefe anzubieten. Wir probierten unser Glück erneut im Norden und dieses mal auch mit mehr Erfolg. Die Gruppe fing super Fische mit stattlichen Gewichten. Christian konnte einen schönen Köhler von 16.6 kg verhaften der Ihm das Leben auch nicht gerade leicht machte.
Alle hatten Ihre 15 kg schnell voll. Es ging nun daran vielleicht noch einen Butt zu fangen. Bei geringen Wind versuchten wir unser Glück im Süden wo wir ja schon erfolgreich waren. Da wir uns kaum bewegten beschlossen wir es mit Trolling zu probieren. Nach ein paar Minuten der erste Fisch, Fehlalarm nur ein Lumb an Pauls Rute. Ok - ich half Ihm beim Lösen des Haken und da war es passiert. Ein nagelneuer VMC Drillig extra Havy verliebt sich sehr tief in meine rechte Hand. So ein Drilling mit Lunb an der Hand ist nicht gerade angenehm kann ich Euch sagen. Ich habe vorsorglich einen kleinen Bolzenschneider an Bord, schnell haben mich Sepp und Hans vom Lumb befreit aber der Drillig steckte mit einer Flunke voll in der Hand. So, das wars für heute denke ich und so ging es ohne Fisch zurück. Ich bekam schnell ärztliche Hilfe und der Haken war mit ein paar kleinen Schnitten auch schnell entfernt. Die Gruppe nutzte den Tag für ein bissel Kultur und sah sich die Batterie Dietl an. Am nächsten Tag ging es weiter, ein neuer Versuch einen Butt zu fangen. Also wieder Trolling aber die Butt`s schienen uns zu meiden. Immerhin gelang es mir zwei kleinere Exemplare zu überlisten die aber nicht für die Pfanne taugten.
Nachdem alle erst einmal genug hatten vom Heilbuttfischen ärgerten wir die Dorsche noch ein wenig. Dabei konnte Max einen Burschen von ca. 22 kg überreden, Sepp und Paul fingen noch ein paar schöne Pollacks und so konnten wir die Tour zufrieden beenden.
Mehr Glück mit den Heilbutt hatte Oli aus Hamburg, der zusammen mit Jochen und Andree aus Dresden einen Heilbutt von guten 71 kg auf die Bretter legte. Oli war eigentlich schon im vergangenen Jahr beim Vestfjord-Cup dran mit einen Großen aber der Fisch hatte den Kampf dann doch für sich entschieden.
An dieser Stelle noch einmal Glückwunsch Oli........natürlich auch an Andree der das beste Gaff dabei hatte.....
Und auch an Jochen der im Boot für gutes Gegengewicht sorgte.
Bis bald
Euer Steffen