5.Vestfjord Cup ein Cup der Superlative
5. Vestfjord-Cup vom 16.08.-23.08.2010
Wie schon in den voran gegangenen 4 Jahren führten wir in diesem Jahr wieder unseren Vestfjord-Cup durch. Dieses mal waren fast ausschließlich neue Gäste dabei, die sich schon seit langem darauf gefreut haben. Während ich mit einem Teil meines Teams mit dem Bus voller Gepäck unterwegs war, starteten die Gäste aus verschiedenen Teilen Deutschlands per Flug nach Norwegen. Alles lief perfekt, keine Verzögerungen bei den Flügen oder Probleme mit dem Gepäck. Ein georderter Bus wartete schon am Flughafen auf die Gäste und brachte sie alle wohlbehalten zur Anlage.
Wir waren schon ein paar Stunden früher vor Ort und bereiteten die Hütten und das transportierte Gepäck vor.
Alle waren wie soll es anders sein, heiß auf Fisch. Nach dem Essen dann die Einweisung und die Sicherheitsbelehrung. Für das Team ging es noch bis weit in die Nacht hinein, jede Menge Leihgerät mußte noch zusammen gestellt werden, denn wer will schon einen großen Fisch wegen Schwächen am Gerät verliehren.
Die Wettervorhersage war - Sonne, Sonne, Sonne für die nächsten Tage aber auch Wind aus Nordost bis 13 m/s, zumindest die ersten Tage. So kam es auch und die Fangerfolge waren nicht so berauschend, denn jeder Versuch den Vestfjord zu erreichen scheiterte. Also - safty first - der Wind sollte ja nachlassen. Wir trieben uns an den Randgebieten zur Außenseite herum, aber keine Rekordfänge nur einzelne Fische von bis 6-7 kg wurden gefangen.
Doch Boot 3 mit Andreas, Günther und Steffen H. ließ sich nicht entmutigen. Sie suchten sich eine Stelle die gut geschützt war, aber dennoch Strömung hatte und versuchten ihr Glück auf Butt. Am Abend dann als ich mit den anderen Gästen vom Wind gebeutelt und leicht angesäuert zurück in den Hafen kam, lag da der erste Heilbutt. Gewogen war er noch nicht, weil die Helfer dazu fehlten. Also packten alle mit an und dann das Ergebnis: Steffen`s erster Butt mit sage und schreibe 53,5 kg. Damit lag die Meßlatte sehr hoch für die anderen Gäste, schließlich ging es immerhin um einen Reisegutschein im Wert von 500,00 €uro. Der nächste Tag verlief ähnlich, Sonne pur aber dazu der verdammten Nordostwind, der uns fest im Griff hatte. Die Fänge wurden besser und am Abend dann wieder das selbe Spiel - Butt in Boot 3 - wieder ein Butt mit 22 kg, der Fänger wieder Steffen H.
Dann endlich, der Nordostwind ließ nach und der Vestfjord war frei für uns. Also zögerten wir nicht lange und planten den Rotbarschen und den Köhlern einen Besuch ab zu statten. Die Fänge waren gut und die Kisten füllten sich sehr schnell. Wir beschlossen um die Mittagszeit rein zu fahren, den Fisch zu versorgen um am Abend noch eine Ausfahrt auf Dorsch und Köhler zu machen. Gesagt - getan, wir fuhren Plätze an, an denen wir große Fische erwarten konnte. Ich selber war mit Wolfgang und Lucas unterwegs die unbedingt einen großen Fisch wollten, gleich auf dem ersten Stopp ein Hammerbiss bei Lucas die Rute war krumm und der Fisch nahm Schnur. Butt...aber nach oben kam ein 14,5 kg schwerer Köhler- ein toller Fisch der Lucas j u b e l n ließ. Nach einem weiteren schönen Köhler wurden an diesem Abend noch etliche Dorsche bis 14 kg gefangen.
Mein Glückstag.......
An diesem Tag waren alle Boote an verschiedenen Plätzen, die einen entschieden sich nochmals für Rotbarsch. Boot 1 mit Guide Marcus und den 3 Gästen Andrè, Micha und Matthias entschieden sich für Dorsch und das war eine gute Entscheidung, jede Menge Dorsch war das Ergebnis.
Mein Boot, dieses mal mit der Besatzung Fiede, Malte und Wolfgang entschied sich für das Heilbutt Fischen. Boot 5 mit Guide Matze und den Gästen Matthias seinen Sohn Lucas und Thomas hatten das selbe vor......zum Glück.
Also schnell ein paar Köderfische gefangen und dann konnte es los gehen. Gefischt wurde ausschließlich mit Bait Head den für mich persönlich besten Heilbutt-Köder.
Die Köder wurden montiert und dann nahm alles seinen Lauf. Die Bedingungen waren nicht schlecht zunehmender Mond und die Flut lief gerade die letzten 3 Stunden auf. Die Strömung schob das Boot mit den Ködern vorraus gegen den Wind was hieß, da war ordentlich Bewegung im Wasser. Es verging einige Zeit und Bisse blieben aus, wir unterhielten uns über Gott und die Welt und sicher auch ein wenig Anglerlatein als sich meine Rute die ich ein wenig lustlos beseite gelegt hatte, wie wild durchbog. Das konnte nur eins bedeuten wenn man 8 Meter über Grund war...BUTT.
Ich versuchte die Rute hoch zu heben, doch das war nicht so einfach denn auf der anderen Seite hing etwas sehr Schweres....vielleicht doch ein Hänger? Nein kein Hänger mein gegenüber setzte sich plötzlich in Bewegung und wollte auch nicht wirklich stoppen. Na gut dann spiele ich eben mit dachte ich so, die Gäste holten ihre Ruten schnell raus und schauten mich auch etwas ungläubig an - Hänger oder Fisch hatte sich geklärt. Nur die Frage wie schwer änderte sich mit der Zeit. Nach der ersten Schätzung von 50-60 kg korrigierte ich ständig nach oben 70, 90 kg ? oder, oder, oder ? Matze der sich mit seinem Boot nicht weit entfernt befand, hatte das wilde Winken meiner Crew gesehen und wusste sofort was los ist. Er legte sich neben mich und die Boote wurden verbunden was bei der Landung für mehr Stabilität sorgt und ein kentern verhindert. Ich war während dessen beschäftigt den Butt bei Laune zu halten, denn ich wollte auf keinen Fall das er noch einmal bis zum Grund durchstartet. Nach zähem ringen war es dann nach ca. einer halben Stunde soweit, ein großer Schatten näherte sich der Oberfläche - was für ein Fisch. Der Landehaken war schon vorbereitet und dann ging alles ganz schnell. In Sekundenschnelle setzte ich den großen Einzelhaken in den Unterkiefer des Fisches. Der darauf sofort mit einer Flucht von 30-40 Metern reagierte und mit der Boje verschwand. Aber das sollte mich nicht weiter beunruhigen er hing ja fest und durch den Auftrieb der Boje kam er auch lammfrom nach oben.
Da lag er...ein riesiger Butt und wie bekommen wir den nun ins Boot, fragten sich alle. Also erst ich mit dem Landehaken, dann Matze mit dem zweiten Haken und wenn das nicht geht hilft Fiede mit. Gesagt getan aber der Fisch bewegte sich nicht die Bohne, also beschloß Fiede mal nach zu helfen, mit einem beherzten Schlag hinter den Kopf und dann ging alles ganz schnell. Plötzlich entwickelten wir Kräfte von denen wir nichts ahnten und der Fisch war im Boot. Die wildesten Schätzungen wurden abgegeben aber keiner kam nur in die Nähe des tatsächlichen Gewichtes 100 nein 120 naja vielleicht 130 kg aber mehr auf keinem Fall, so waren die Schätzungen. Das tatsächliche Gewicht verplüffte mich dann doch echt.... 163,5 kg ich dachte ich träume, steht da noch einer mit auf der Waage, nein es waren wirklich 163,5 kg feinster Butt.
Aber auch da hat man wieder gesehen das es nur im Team möglich ist einen solchen Butt zu landen.
Danke an die Leute die dabei geholfen haben.
Der letzte Tag.
Die meisten waren hoch motiviert und wollten es wissen, schließlich ging es ja immer noch um den Gutschein und 500,00 € sind ja nicht zu verachten.
Also fuhren fast alle Boote in das Gebiet wo die Butt`s sich aufhielten. Wir angelten so drei Stunden ohne nennenswerten Kontakt als ich einen Schrei bei Matze im Boot hörte:" Butt ". Also holten wir alle ein und fuhren rüber zu Matze, dort angekommen sah ich das es kein kleiner Butt war der da am anderen Ende zog.
Naja die Routine war ja vorhanden Matze hatte nun auch schon genug Erfahrung. Unser Gast Matthias saß ganz ruhig in der Spitze und kämfte mit dem Fisch seines Lebens.
30 Minuten später war es soweit, wieder ein riesen Butt. Nach einem ersten missglückten Landeversuch war auch dieser Fisch bezwungen........satte 80 kg Butt und damit auch der 1.Platz des 5.Vestfjord-Cup für Matthias R. Gratulation.
Den 2. Platz belegte Steffen H. mit seinem 53,5 kg schweren Heilbutt.
Auch der 3. Platz ging an Steffen H. mit einen weiteren Heibutt von 22,0 kg
Das Boot von Marcus erwischte auch noch einen Butt um die 30 kg der aber wieder schwimmen dürfte.
An dieser Stelle noch einmal einen großen Dank an alle Gäste. Besonderen Dank an das Team mit Cathrin, die uns alle mit ihrer Kochkunst verwöhnt hat und auch Dank an die beiden Guide Matze und Marcus.
Das war ein kleiner Auszug von dem was wir alle zusammen erlebt haben beim 5. Vestfjord Cup
Petri Heil
Steffen
Auch nicht zu vergessen der einsame Trompeter der uns jeden Tag das Aufstehen in der Früh erleichtert hat.
Danke Michael du warst Klasse........wenn auch ein bissel laut.