8.Guided Tour vom 27.08.- 05.09.2010 "DIE TOUR"
"DIE TOUR"
7 Tage - 7 Gäste - 7 Butt`s
Zu dieser Reise fanden sich Gäste zusammen, die nur ein ZIEL hatten .........endlich einen Heilbutt zu fangen.
Mit dabei Jochen aus Harzgerode, Jens aus Braunschweig, Jürgen und Matthias aus Wernigerode und die 3 von der Feuerwehr Ingolf, Tibor und Matthias aus Dresden die es dieses mal so richtig brennen lassen wollten.
Für alle Teilnehmer stand eins fest, Zielfisch Nummer 1 ist der Heilbutt .
In der Anlage angekommen schnell alles aus dem Bus geräumt, ein wenig gegessen und schon ging es los, daß Gerät fertig machen. Denn am nächsten Tag soll es ja ohne Zeit zu verlieren los gehen auf die Flachmänner. Die Boote wurden aufgeteilt, eine letzte Besprechung und dann ab auf`s Wasser.
Das Wetter war schön, wenig Wind und auflaufendes Wasser alles passte zusammen. Schnell wurden ein paar Köhler gefangen für die Bait Head`s und dann ging es los. Nach ein paar kleineren Dorschen und einigen Triften ohne Kontakt war es dann endlich soweit, bei Jochen der schon einen Kontakt hatte, den aber voll vergeigt hatte bog sich die Angel ganz langsam und beständig Richtung Wasser. Doch unser Jochen war eiskalt - und behielt die Nerven, für mein empfinden war das schon fast zu cool. Also als die Rutenspitze dann ins Wasser eintauchte kam endlich der Anhieb. Bummmmms und nun war die Rute richtig krumm....."Hallouuuuu Buttttt, du kannst dich als gehakt betrachten", lautete ab sofort unser Schlachtruf.
Nach einer guten halben Stunde war es dann soweit, Jochen war endlich keine Heilbuttjungfer mehr. Auf seiner 20. Reise hat es endlich geklappt und das gleich richtig - Butt mit 47,0 kg.
Jochen im Drill mit seinem 1. Butt
Am Abend wurde dann die Buttentjungferung noch richtig begossen wie sich das gehört. Der nächste Tag wartete mit Wind und etwas Regen auf, was nicht gerade viel Freude weckte bei den Gästen. Wir beschlossen es noch einmal zu versuchen, der Wind kam aus nord/west mit 5-8 ms gerade noch so das angeln Spaß macht.
Wir fuhren auf direktem Weg zum "heiligen Berg", wie ihn die Gäste nannten. Aber Fehlanzeige keine Köhler also suchten wir ein bissel hier und da und wurden auch fündig. Jede Menge kleine Köhler und darunter ein paar schöne Dorsche - auch gut, wollten ja auch etwas Filet mit nach Hause nehmen. Wir fingen schöne Dorsche so bis 13 kg. Butt blieb an diesem Tag aus.
Hofi mit dem lang ersehnten über 1 Meter
Und so ging es weiter, das Wetter verschlechterte sich immer mehr und der Wind nahm zu bis auf 10 ms aus nord/west, was nicht so toll war. Nach langem überlegen konnte ich die Meute überreden es noch einmal zu versuchen. Dieses mal hatten wir die Besatzung ausgetauscht und ich fuhr mit Ingolf, Tibor und Hofi. Am Angelplatz angekommen war den meisten die Lust vergangen, Wellen bis 2,5 Meter die sich ab und an überschlugen. Okay, eine Trift und dann etwas Schutz gesucht. Kaum waren die Gummis unten, hatte ich einen Biss .....verpatzt aber bei einer Trift von gut 3 km/h kann das schon mal passieren. Also setzten wir noch einmal an und dann klappte es auch:" Hallouuuuu Buttttt" - ein schöner Fisch von guten 17 kg kam an die Oberfläche.
Der Wind lies ein wenig nach doch außer ein paar Dorschen kam nicht viel bis dann mein Handy klingelte. Am anderen Ende war Jens, der meinte ich solle besser mal vorbei kommen der Jochen hat da wieder was an der Angel.
Dort angekommen war unser buttentjungferter Jochen schon wieder im Drill mit einen Butt. Wahnsinn.......nach 20 Minuten war es dann soweit:"Hallouuuuu Butt",
wieder ein Butt von 30 kg.
Jochen wusste sicher nicht ob er sich freuen sollte oder nicht, denn das Bier in Norge ist nicht gerade billig, wie er am Vortag feststellen musste.
Jochen und seine Nummer 2.
Hallouuuuuuuuu Butttttt
Nun gab es kein halten mehr alle wollten das selbe wie Jochen - Butt........
Wir beschlossen erst ein paar Dorsche zu verhaften, uns die Köder zu besorgen und dann mit Einsetzen der Flut den Flachmännern auf die Schuppen zu rücken. Gesagt getan gleich die ersten Stopps brachten schöne Fische, darunter auch der ein oder andere Rotbarsch die so um die 110 Meter standen. Wir versuchten noch den ein oder anderen Platz der in der Nähe war, als ich plötzlich einen Biss bekam. Ich dachte ein großer Dorsch der gerissen sei oder ähnliches aber was da nach oben kam war wieder ein Butt von 16 kg. Auf den nächsten Stopps bekamen wir noch einige gute Rotbarsch und Köhler vor die Rute. So noch schnell ein paar frische Köder und dann kann es ja weiter gehen.
Am Angelplatz angekommen vermisste ich das andere Boot, welches etwas neben den Buttstellen rummtümpelte. Ich rief Jens an und fragte ob etwas geht, aber leider nichts. Ich bat ihn zu uns zu kommen und auf den alt bekannten Stellen zu fischen. Nach einer Weile fuhren sie an uns vorbei setzten sich genau auf den heiligen Berg, wo wir kurz vorher drüber getriftet waren und es dauerte keine 5 Minuten bis ein lautes "Hallouuuu BUTTTTTT" zu hören war. Mittlerweile kannten ja alle die Prozedur, einkurbeln alles vorbereiten und die Boote
miteinander vertäuen.
Und wer saß in der Spitze und war am Drillen, Jochen der schon wieder mit einem guten Butt am kämpfen war und einen Traumfisch von 57,0kg nach oben beförderte.
Die glücklichen vier......
Nachdem dieser Fisch gelandet war, fuhren wir auf unseren Platz zurück und versuchten es weiter. Die Trift wurde immer weniger und wir glaubten nicht mehr daran noch einen Butt zu erwischen, als sich bei Hofi die Rute im Halbkreis bog.........Hänger - nee der bewegt sich. Am anderen Ende hing ein Butt der sich auf`s heftigste wehrte. Nach 3 Fluchten ging ein weiterer Traum für Hofi in Erfüllung Butt 35,0 KG. Zufrieden traten wir den Heimweg an, stoppten noch das ein oder andere mal, doch für heute hatten die Fische genug von uns.
Ja hofi, Guiding ist kein Ponnyhof
Nachdem der Fisch verarbeitet war, hieß es dann Party und wir beschlossen am letzten Tag nicht mehr raus zu fahren. Statt dessen wollten wir das schöne Wetter genießen was sich die letzten Tage durchgesetzt hatte.
Mein Fazit der Reise:
Zur richtigen Zeit - an der richtigen Stelle - unter der richtigen Anleitung - und der Traumfisch ist in greifbarer Nähe, wie man auf diesen Bildern sehen kann.
Oder wie Hofi sagt: "Guiding ist kein Ponnyhof".
Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit Euch, den Platten nachzustellen.
Ihr ward eine super Truppe.
bis zum nächsten mal
euer Guido - Steffen