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(28.07.-07.08.2008)-Steigen


Zwei Big Butts auf einer Tour

Am 28.07.08 ging es endlich los. Diesmal startete ich zusammen mit Matthias nicht Richtung Norden, nein es ging nach Süden - und zwar nach Manching, ca. 60 km vor München. Dort warteten schon Manfred und Sohn Horst, Franz, Rudel, Hans und Kurt auf uns. Der Bus war schnell beladen, denn die Gäste beschränkten sich nur auf das Nötigste, außer „die Brotzeit“-ohne die reisen Bayern keinen Meter. Allein diese Brotzeit hätte für alle eine Woche gereicht. Am Abend gegen 23.00 Uhr ging es los auf die 3100 km lange Reise nach Norden. Nach 35 Stunden Fahrt bei glühender Hitze, in Steigen angekommen gönnten sich alle erst einmal eine Mütze voll Schlaf. Dann nach 6 Stunden war Start zur ersten Ausfahrt. Zielfisch der ersten Tage sollten die großen Köhler sein. So kam es, dass Hans gleich bei der ersten Ausfahrt einen Burschen von 15 kg erwischte, dazu kamen noch ein paar schöne Dorsche die ebenfalls an die 15 kg Marke reichten. Am Mittwoch stand Pollack auf dem Plan. Die sind in Nordnorwegen nicht sehr zahlreich anzutreffen. Aber wenn man mal einen erwischt dann ist das Durchschnittsgewicht sehr hoch. Wir bekamen auf das leichte Gerät sowohl auf Giant Jighead - Pollacks bis 8,0 kg und machten unseren Manfred glücklich. Am nächsten Tag beschlossen wir westlich der Anlage zu fischen und ja vielleicht auch einen Heilbutt zu erwischen. Das Wetter war ideal, nicht soviel Wind aber durch die Neumond- Phase jede Menge Strömung. Nach kurzer Zeit schon die ersten Kontakte. So konnte Hans, der sich anscheinend auf Köhler eingeschossen hatte, ein Exemplar von 17,8 kg landen. Franz lies sich nicht lange betteln und beförderte einen Köhler um die 15 kg nach oben. Auf den Boot von Matthias fing Horst seinen ersten Heilbutt, wenn auch nur 6 kg. Einen großen Respekt an Rudel, der mit seinem Handicap nicht klein zu kriegen war und ein wahnsinniges Durchhaltevermögen zeigte. Was mit einem schönen Dorsch von 14 kg und zahlreichen anderen Fischen belohnt wurde. Am Freitag war tagsüber Ruhe angesagt und wir beschlossen nachts zu Fischen. Die Bedingungen waren nahezu perfekt. Wir fuhren wieder in dasselbe Gebiet, denn wir wollten BUTT. Die Fische bissen als gebe es kein morgen, wir konnten viele bis 12 kg landen. Doch der Hit des Tages war der Heilbutt von Franz mit guten 13,5 kg, während für mich und Matthias nichts so richtig ging in punkto Heilbutt.

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Am Samstag war es sehr windig und wir nutzten den Tag um auszuruhen und legten einen Kulturtag ein. Gut ausgeschlafen beschlossen wir einen Ausflug zur Batterie Dietl zu unternehmen. Während der Sommermonate kann man die alte Kanonenstellung aus dem 2. Weltkrieg auch im inneren Besichtigen.

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Am Abend dann legte sich der Wind und wir versuchten erneut unser Glück in dem Gebiet westlich der Anlage. Wir angelten ca. 4 Stunden als ich einen Anruf bekam- ein Anruf? Um 3.00 Uhr morgens? Das konnte eigentlich nur vom anderen Boot kommen. Am Telefon war ein Gast der meinte - Matthias hat ein großen Fisch an der Angel und könnte unsere Hilfe gebrauchen. Also holten wir unsere Angeln ein und fuhren zum Boot von Matthias der noch eine letzte Trifft auf Butt machen wollte. Dort angekommen sah ich das Drama, die Rute war krumm bis ins Wasser. Matthias meinte auch gleich „ das sind mehr als 50kg“. Aus den Erfahrungen der Apriltour wusste ich das die Landung nicht so einfach wird. Also beschlossen wir beide Boote mit einander zu verbinden. Das machte erstens ein Kentern unmöglich und bringt viel mehr Stabilität. Nach einer Stunde dann der erste Sichtkontakt, Matthias wörtlich: „leck mich am Ar.....“. Ein Butt-keine Ahnung wie schwer, aber mindestens 60-70 kg. Nach kurzem überlegen und einer schnellen Einweisung von Horst und Kurt beschlossen wir den Butt mit der Hand zu Landen. Mit zwei Gaffs und einen Landehaken dauerte es nur Sekunden bis der Butt im Boot lag. Wahnsinn Wahnsinn....unter großer Freude traten wir den Heimweg an. Um ca. 8.00 Uhr dann große Spannung das Wiegen in der Fisker Motak in Rossöy wobei uns Kjell behilflich war. Das Ergebniss 2 Meter Lang bei einen Gewicht von 96,5 kg. Neuer Anlagenrekord. Danach das Filetieren, war gar nicht so einfach bei der Größe. Das Filet wurde unter allen Gästen in der Anlage aufgeteielt.

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In der Nacht von Montag zu Dienstag sollte es dann zum letzten mal raus in den Vestfjord gehen. Natürlich in dasselbe Gebiet und natürlich auch auf BUTT. Alle kontrollierten noch einmal ihr Gerät auf eventuelle Schadstellen, denn niemand wollte ja einen solch großen Butt verlieren. Auch ich packte meine leichte Schimano Inliner bei Seite und machte meine Boat 30 noch einmal klar. Wir versuchten unser Glück in einem sandigen Gebiet mit einigen kleineren Bergen, welches mit etwas Struktur durchzogen war. Die erste Trifft brachte nichts-keinen einzigen Zupfer, noch nicht einmal eine Anzeige auf dem Echolot. Der Wind frischte auch wieder etwas auf . Ich fuhr einen Berg an der auf 30 Meter anstieg und wir ließen uns gut 25 Minuten treiben-runter auf 60 Meter bis es wieder bergauf ging. Dann bei 25 Metern ein Biss-nichts besonderes nur ein zuppeln. Der Anhieb etwas am anderen Ende wollte nicht nach oben. Die ersten 3-4 Minuten merkte ich kein richtiges Gewicht. Doch dann ging der Tanz los „Kveite“ nur 19 Stunden später, nach dem Hammerteil von Matthias, wieder ein großer Fisch. Also dieses mal riefen wir im Nachbarboot an. Sie kamen sofort und wir verbunden die Boote wieder miteinander. Dann die erste Flucht von rund 80 Metern. Das Problem war, wir trieben Richtung Land und das war alles andere als gut. Der Butt schien das zu wissen und zog immer wieder in diese Richtung. Also beschlossen wir mit etwas Fahrt den Fisch in tieferes Wasser zu drängen. Nach einigen Fluchten gelang es uns trotzdem senkrecht über den Fisch zu kommen. In langsamen Zügen pumpte ich ihn dann an die Oberfläche. Sofort der nächste Schreck-der Fisch hing nur an einem Haken des unteren Drillings. Das Team war ja schon eingespielt und so hatte der Fisch keine Chance. Nach ein paar Sekunden lag wieder so ein BUTT im Boot. Also das Ganze noch einmal – Wiegen, Messen usw. Das Ergebnis 1,87 Meter lang bei einen Gewicht von 93,5 kg-W a h n s i n n. Ach ja, beide Fische bissen auf einen 300gr Giant Jighead mit einem 20er Cannell Gummi.
Zum Schluss noch einen großen Dank an die Gäste, die diese Prozedur zweimal mit durchgehalten haben und ohne die diese Fische nicht hätten gelandet werden können. Vielen Dank besonders an Horst und Kurt die aktiv und mit vollen Einsatz an der Landung beteiligt waren.

Vielen Dank und Petri Heil

Steffen