Volker und Steffen am Kasfjord
Kaum war der Vestfjord-Cup in Steigen vorbei und alle Gäste sicher in Deutschland angekommen, da zog es Volker und mich nach Skjerstad am Kasfjord. Dort wurden wir auf´s herzlichste von Jacob Christensen emfangen. Jacob lebt seit 20 Jahren hier direkt am Kasfjord auf einer Farm mit ca. 600 ha, wo er Wikingerschafe züchtet. Das hört sich sehr viel an aber wenn man mal die ganzen Berge abzieht dann ist das gar nicht so riesig. Und auf eben dieser Farm möchte Jacob eine kleine Ferienanlage mit Platz für 8 Personen und den dazu gehörigen 19 ft Alubooten erichten, die ab der Saison 2009 über die Firma Din Tur zu buchen ist. Unsere ersten zwei Tage standen unter einen nicht so guten Stern, da Volker der schon mit kaputter Achillissehne anreiste sich diese noch einmal verletzte.
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In den zwei Tagen wo wir nicht aufs Wasser kamen hatten wir sehr viel Zeit, die Seekarte zu studieren. Mit allen erforderlichen Daten ausgestattet ging es endlich los zur ersten Ausfahrt auf den Kasfjord. Bei reichlich Sonne ud den sicher wärmsten Tag des Jahres hier oben hatten wir optimale Bedingungen. Wir fuhren einige Plätze an, doch nur mit mäßigen Erfolg. Kleinere Fische waren präsent aber wo waren die Großen? Also beschlossen wir, ein paar Plätze weiter draussen Richtung Andfjord aufzusuchen. Wir ließen unsere Gummifische ins Wasser und nach 5 Minuten dann ging es so weiter wie wir in Steigen aufgehört hatten. Kveite! - nach 15 Minuten kam der erste Heilbutt an die Oberfläche mit einen Gewicht von ca. 23 kg. Die Freude war riesig, also schnell die Fotos gemacht und dann wieder ran an den Berg und was soll ich sagen, nach einer Drift ohne Fisch dann ein harter Schlag in Volkers Rute der gerade eingeschlafen war. Unglaublich! Das ist ein Butt und er war hellwach. Schnell war klar, dass ist kein Kleiner! Nach einigen guten Fluchten um die 30 Meter, konnte der Fisch nach einer guten halben Stunde sicher gelandet werden. Beim Wiegen dann etwas Anspannung, dann das Ergebnis 54 kg - Gratulation Volker! Am Abend servierte uns dann Jacob frisch gefangenen Heilbutt - nicht etwa gebraten, nein gekocht und das war bis jetzt das leckerste was ich an Fisch gegessen habe.
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Der vierte Tag: Nach einem guten Frühstück hielt uns nichts mehr an Land. Ohne viel Zeit zu verschwenden, ging es gleich Richtung Heilbutt. Wir fischten auf den selben Plätzen wie am Vortag aber nichts ging. Ein paar kleinere Dorsche und Köhler. Volker wollte heute sein neues Modell - den Jighead für Naturköder - ausprobieren. Also schnell noch ein paar kleine Köhler gefangen und dann weiter im Plan. Wir suchten uns einen neuen Platz der vielversprechend aussah. Der Wind frischte immer mehr auf, so dass wir eine Drift von mehr als 3.5 Km/h hatten und das Fischen nicht mehr so viel Spaß machte. Dann plötzlich ohne Vorwarnung ein starker Biss, der Volker förmlich vom Hocker riss. Biss und Anhieb waren eins und die Rolle sang wieder das gleiche Lied, die Schnur lief und lief und das bei der Drift! Ein Heilbutt hatte sich den toten Köhler, montiert am neuen Jighead-Modell, gegriffen. Dann das Übliche. Der Butt unten im Wasser und Volker oben im Boot und keiner will aufgeben. Nach 35 Minuten konnten wir den Schatten sehen. Wahnsinn, wieder so ein Monster! Geschätzte 35-38 Kg - ein Traum und das auf das neue Modell....... Heute sollte auch Premiere sein für eine neue Landemethode, die wir uns überlegt hatten, um Fische wieder zurück zu setzen, denn was will man mit 100 kg Heilbuttfilet!? Das System, ein übergroßer stabiler Haken, am besten ein Hai-Haken, fixiert mit Gewebe Band am Ende der Harpunenstange und einer Boje am anderen Ende. Nun der nicht so einfache Teil; der Haken muss im Maul des Heilbutts - am besten im Unterkiefer - platziert werden. Nach einem Fehlversuch gelang es mir, den Butt im Unterkiefer zu haken und wir konnten ihn ohne Probleme ans Boot holen. Nach einer kurzen Fotoshow konnte der Butt wieder zurück in die Tiefe. Diese Methode ist allerdings nicht ganz ungefährlich, da man auf die Drillinge höllisch aufpassen muss.
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Unser Fazit nach vier Angeltagen am Kasfjord: Mit dieser neuen Destination hat Din Tur mal wieder mal den richtigen Riecher gehabt,
denn in Sachen Heilbutt geht hier bestimmt noch so richtig die Post ab.
Das war es erst mal vom Kasfjord
Petri Heil - Steffen


















